Startup-Funding – Begriffe, die jede*r Gründer*in kennen muss (Teil 1)

Risikokapital, Aktionärsdarlehen, Kapitalrunden - In der Welt des Startup Fundraising herrscht ein eigenes Vokabular vor. Wer erfolgreiche Investments abschliessen und Investor*innen oder Venture Capitalists auf Augenhöhe begegnen will, muss sich zunächst erstmal mit deren Sprache auseinanderzusetzen.

Seline von BergenBy Seline von Bergen22. Februar 2021In Fundraising

Startup Funding ist ein eigenes Ökosystem mit vielen verschiedenen Fachbegriffen und Methoden. Damit du einen möglichst professionellen Auftritt vor Investoren und Investorinnen hinlegen kannst, musst du die wichtigsten Begriffe des Startup Funding kennen.

Die wichtigsten Startup-Funding Begriffe für von Tech Startups – Teil 1:

  • Risikokapital: Investitionen in Startups werden Risikokapital oder Venture genannt. Der oder die Investor*in wird dabei zum Minderheitsgesellschafter*in mit Anspruch auf Kontroll- und Mitspracherechte. Als Gegenleistung wird vom Startup ein zu verhandelnder Anteil am Unternehmen abgetreten. Da ein Startup grundsätzlich ein Vorhaben mit hohem Unsicherheitsfaktor ist, spricht man von Risikokapital.
  • Aktionärsdarlehen: Bei Aktionärsdarlehen unterscheidet man zwischen dem aktiven und passiven Darlehen. Ein aktives Darlehen ist ein Kredit, den das Unternehmen an den Aktionär gewährt. Für Startups im Aufbau kommt ein solches Darlehen eher selten in Frage. Das passive Darlehen hingegen dient zur Sicherstellung der Liquidität im Unternehmen und muss nicht zwingend verzinst werden.
  • Kapitalrunde: In einer Kapitalrunde beschafft sich ein Startup bei Business Angels oder Venture Capital Geber*innen neues Kapital, um die Entwicklung und das Wachstum finanzieren zu können. Die Dimensionen von solchen Investments sind dabei abhängig von der Branche und dem Entwicklungsstand des Startups.
  • Aktionärsbindungsvertrag: Mittels eines Aktionärsbindungsvertrag (ABV) wird das bestehende Aktienrecht mit zusätzlichen Rechten und Pflichten zwischen den Parteien erweitert. Geregelt werden darin beispielsweise Themen wie Stimmrechtsbindungen, Verwaltungsratssitz, Beschränkungen im Verkauf von Aktien, Vorkaufsrechte auf Basis einer definierten Bewertung des Unternehmens oder Kauf-/Verkaufsrechte (Call- oder Put-Optionen).
  • Call- oder Put-Optionen: Eine Call-Option räumt einem/einer Investor*in das Recht ein, zu einem definierten Zeitpunkt oder Zeitraum Aktien zu einem definierten Preis zu beziehen. Eine Put-Option ist das Pendant zur Call-Option und erlaubt einem/einer Investor*in Aktien zu einem definierten Zeitpunkt oder Zeitraum zu einem definierten Preis zu verkaufen.

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In der Welt des Startup Fundraising herrscht ein eigenes Vokabular vor.